Die Stadt Marktredwitz hat im Rahmen des Modellprojekts „Alte Brauerei – jetzt WOHNEN“ wichtige Schritte zur weiteren Entwicklung der denkmalgeschützten Alten Brauerei im Schlossareal Brand eingeleitet. Ziel ist es, die vorhandene Bausubstanz sorgfältig zu untersuchen und auf dieser Grundlage eine zukunftsfähige Umnutzung zu planen.
Planung und Architektur
Im Rahmen eines VgV-Verfahrens wurde das Architekturbüro H2M Architekten aus Kulmbach mit den Planungsleistungen für das Projekt beauftragt. Geschäftsführer ist Prof. Dipl.-Ing. Architekt Stephan Häublein.
Voruntersuchungen als Grundlage der Planung
Um eine fundierte Grundlage für die weiteren Planungsschritte zu schaffen, wurde das Gebäude der Alten Brauerei als Teil des Schloss-Ensembles zunächst verformungsgerecht vermessen. Ergänzend erfolgte eine restauratorische Befunduntersuchung. Dabei konnten unter anderem neue Erkenntnisse über das Alter einzelner Bauteile sowie über die Veränderungen und Überformungen des Gebäudes im Laufe seiner Geschichte gewonnen werden.
Die Untersuchungen bestätigen, dass die Alte Brauerei in den Jahren 1832 bis 1834 errichtet wurde.
Darüber hinaus wurden das Tragwerk und die Statik des Gebäudes eingehend untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Dachtragwerk. Vorhandene Schäden wurden erfasst und kartiert, um den baulichen Zustand detailliert zu dokumentieren.
Mit den inzwischen vorliegenden Bestandsplänen steht eine wichtige Grundlage für die weiteren Planungs- und Abstimmungsprozesse zur Verfügung. Die Ergebnisse der Untersuchungen ermöglichen es, die zukünftige Nutzung und den Umgang mit der historischen Bausubstanz gezielt und denkmalgerecht weiterzuentwickeln.
von links: Christoph Reichl (Regierung von Oberfranken), Thomas Mühlender (Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr), Stefan Büttner (Leitender Baudirektor Stadtbauamt Marktredwitz), Oberbürgermeister Oliver Weigel, Stephan Häublein (H2M Architekten)